Ein Sommertag im Taunus (rm)

Man kann ja wirklich nicht behaupten, dass wir diesen Sommer von der Sonne verwöhnt wurden. Zumindestens bis jetzt. Wenn dann der Wecker um halb sieben klingelt und um das Wohnmobil ist es sonnenhell, dann fällt das Frühaufstehen wenig schwer. Auf der anderen Seite zeigte ein Blick auf das Thermometer 7 Grad. Da war ich doch froh am Abend zuvor die Heizung aktiviert zu haben.

Vom WoMo-Stellplatz kommt man von oben zur Windhund-Arena Hünstetten. Die Drübersicht der Anlage wärmt auch dem fröstelenden Windhund-Sportsfreund das Herz. Was die Mitglieder des Windhund-Rennvereins Hünstetten unter Führung ihres Präsidenten Gerd Kleber und ihres Rennleiters Burkhard Wenzlaff aufgebaut haben, gehört zu den ersten Adressen des Windundsports in Kontinentaleuropa.

Entsprechend war der Zuspruch. 220 gemeldete Hunde sind die Belohnung für viele, viele Arbeitsstunden. Eine solche Meldezahl ist aber auch eine Herausforderung. Da darf nichts schiefgehen. Auch das Wetter muss mitspielen. Sonst wird´s eng. Auch für die Funktionäre ist es bei 140 Läufen ein langer Tag. Denn eine Meldezahl, die durchaus einem Titelrennen würdig wäre, mit einer „normalen“ Renncrew zu bewältigen, bedeutet für jeden ein persönliche Herausforderung.

Nicht immer nachvollziehbar war für mich die Tatsache, dass immer wenn ich beim Schiedsgericht war, jemand dort stand und eine Beschwerde vorbrachte. Manchmal wünscht man sich von den menschlichen Teilnehmern ein wenig mehr Geduld und Eigenverantwortung. Oder die Erkenntnis, dass dort Windhundfreunde in ihrer Freizeit 10 Stunden und mehr, hart arbeiten, um eine solche Veranstaltung möglich zu machen.

Am Ende des Tages gab es viele strahlende Gesichter. Ein perfekter Rennsonntag war zu Ende. Das Geläuf war einwandfrei. Die Technik lief. Die Sonne blieb uns treu und es wurde noch ein echter Sommertag. Wer sich persönlich ein Bild machen möchte, dem sei folgende Adresse wärmstens empfohlen:  http://www.windhundknipser.kk-pix.de/index.php/fotos/rennen/157-int-windhundrennen-huenstetten

Die Magyar Agarak haben sich nicht lumpen lassen und uns passend zur Gesamtveranstaltung, mit tollen Rennen erfreut. Die erwartet engen Läufe, mit sehr guten Zeiten, waren mit das Beste was ich in letzter Zeit von unserer Rasse auf der Rennbahn gesehen habe. Dazu passte der Bahnrekord von Betcha Katcha Phillus. Das er trotzdem nicht der schnellste Magyar Agar des Tages war, zeigt wie gut unsere ungarischen Freunde unterwegs waren.  Seine Schwester Pepsi lief noch ein wenig schneller. Es bestätigt sich mein Eindruck aus Sachsemheim 2011, als die BK P-Maggies ihre Renntaufe hatten, dass in einem Wurf konzentriert, wirklich schnelle Hunde in die MA-Szene drängen.

Hier der Zieleinlauf des MA-Finales. Das Bild ist natürlich von Karin Kölsch.

Erdész ist wieder dabei, GsD. Dass er noch ein wenig Trainingsrückstand aufzuholen hat ist klar, aber der Eindruck, den er in diesem wirklich starken Feld hinterlassen hat, zeigt, dass man mit ihm wird rechnen müssen. Eliz hat sich leider verletzt und ist deshalb unter ihren Möglichkeiten geblieben. Schade, eine fitte Eliz hätte das Feld in bewährter Manier gewiss nochmal von hinten aufgerollt. Besonders habe ich mich über Lara gefreut. Unser „Tierschutz“-Maggie hat sich zur sicheren und schnellen Racerin entwickelt. Da hat der Rainer gut Arbeit geleistet.

Ach, wenn Windhundrennen nur immer so wären…

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