Sieg beim Deutschen Derby 2012 (jl)

Wow, so ganz kann ich es noch gar nicht glauben, aber die Siegerdecke ist ein klares Indiz dafür, dass ich es nicht geträumt habe. Erdész hat das Deutsche Derby beim NWR am Neuen Höltigbaum in Hamburg Rahlstedt gewonnen.

Die möglichst erfolgreiche Teilname am Deutschen Derby war, nach der Pechsträhne mit den 2 Bissverletzungen im Mai diesen Jahres, das erklärte Ziel für Erdész. Aber natürlich war ein Sieg nicht unbedingt zu erwarten, zu stark hatten sich noch vor 3 Wochen die beiden BKs Pepsi und Phillus in Hünstetten präsentiert. Dort war allerdings schon zu erkennen, dass sich Erdész gut erholt und von seiner Grundschnelligkeit nichts eingebüsst hat. Zum Zeitpunkt des Rennens in Hünstetten war sein Stehvermögen noch nicht ausreichend, um bis ins Ziel an den BK’s dranzubleiben. Daran haben wir dann etwa 2,5 Wochen gearbeitet und die Grundlagen verbessert. Das dieser überschaubare Umfang ausgereicht hat, um die Nase ganz vorn zu haben, hat auch mich verblüfft.

Stolz trägt Erdész die Siegerdecke (Foto: Zoly)

Auch vor Hamburg lief nicht alles rund, nur war ich es diesmal der geschwächelt hat. So mussten wir unsere Anreisepläne für Hamburg umschmeissen und konnten nicht in Ruhe am Freitag mit dem Wohnmobil anreisen. Am Samstag Nachmittag hatte ich noch einen Behandlungstermin und erst am späten Nachmittag konnten wir uns mit dem GLK, flott aber beengt, auf den Weg nach Hamburg machen. Gott sei Dank sind wir auf dem Hinweg gut durchgekommen und erreichten gegen 01:00 Uhr am Sonntag früh das „Günther-Schultze-Windhundstadion“. Von 02:00 Uhr bis 06:00 Uhr war dann Schlafen im Auto angesagt, was Erdész besser gelang, als mir. Nach der kurzen Nacht haben wir erstmal eine Lockerungsrunde gedreht und über das angrenzende Naturschutzgebiet gestaunt, dass sich in der frühen Stunde wunderschön präsentiert hat. Erdész (und Dobos, der natürlich mit dabei war) hätten gerne ein paar von den herumlaufenden Kaninchen die Ohren langezogen, aber wir hatten ja noch was anderes vor.

Um 07:30 Uhr war Anmeldung für Erdész und danach gab es noch eine Ruhepause bis zum Vorlauf, der für uns gegen 10:30 Uhr auf dem Programm stand. Die Anlage am Neuen Höltigbaum mit ihren nagelneuen Startkästen präsentierte sich in einem exzellenten Zustand, einem schnellen gut präpariertem Untergrund und idealem sonnigen, aber nicht zu warmem Wetter. Alles war bereitet für einen tollen Renntag. Die Spannung stieg, denn schon im Vorlauf würde es einen ersten Fingerzeig geben, wer die besten Karten in der Hand hält. Außerdem waren wir noch nie mit Elöz („Erich“), einem Bruder von Erdész bei einem Rennen am Start und wussten also nicht, wie er sich präsentieren wird.

Nach einem für Erdész respektablen Start gelang es ihm sich schon am Ende der Startgeraden an die Spitze zu setzen und hielt diese bis ins Ziel. Phillus schaffte es sich auf der Zielgeraden heranzukämpfen und für beide wurde im Ziel die gleiche Zeit gemessen, eine sehr gute 31,456 sec. Pepsi fand nicht die Ideallinie und lief außen einige Meter mehr, sie kam als Vorlaufdritte ins Ziel. Leider hat Emily ihren Bruder Elöz über eine längere Strecke heftiger bedrängt und wurde dafür mit einem DIS bestraft. Damit war das Derby für sie schon vor dem Finale beendet.

Würde Erdész ein solcher Coup auch im Finale nochmal gelingen? Klar war, dass er dort, unter roter Decke antretend, mit reellen Siegchancen an den Start gehen würde. Gegen 14:30 Uhr war es dann soweit. Erdész und Phillus so nervös wie immer vor dem Start und Pepsi eher gelassen. So warteten wir auf die Startfreigabe für das Finale. Damit Erdész nicht zu viel Kraft durch herumspringen vergeudet, habe ich ihn hochgehoben – das hat sich bewährt. Er brüllt mir dann zwar die Ohren voll, aber ich habe ihn so besser unter Kontrolle. Dann war es soweit. Das nur noch 4er Feld nahm vor dem Startkasten Aufstellung. Das Einsetzen ging recht reibungslos von statten und dann waren die Türen der Startboxen geschlossen und ich habe kurz den Atem angehalten … jetzt bitte den Start nicht „verschlafen“ Erdész! Und siehe da, es wurde ein sehr passabler Start für Erdész und mit gewohnt explosiver Beschleunigung auf der Startgeraden war er dann schnell wieder vorn. Pepsi, diesmal besser sortiert, setzte sich auf Platz 2 und versuchte auf der Gegengeraden wieder näher an Erdész heranzukommen. Erdész war jedoch gut unterwegs und konnte selbst im Schlussbogen den Vorsprung in etwa gleich halten. Auf der Zielgeraden kam dann Pepsi noch sehr sehr dicht heran, aber im Ziel war Erdész immer noch mit einem kurzen Kopf vorn. Bravo Erdész, alles gegeben und mit 31,26 sec eine tolle Zeit gelaufen. Nur 1/100 sec langsamer Pepsi und weitere 11/100 sec Phillus.

Zielfoto (mit etwas schwieriger Perspektive)

Dieses MA Finalfeld hat einen tollen Auftritt hingelegt und die Rasse würdig präsentiert. Die Zeiten, die gelaufen wurden, sind einfach klasse und die Leistungsdichte dieses Feldes bemerkenswert. Auch der rennunerfahrene Elöz hat sich sehr gut geschlagen und sein Potential unter Beweis gestellt. Phillus hat nach dem Rennen leider hinten links geschont. Die Ursache dafür war aber kurz nach dem Rennen und einem Besuch beim Bahntierarzt nicht klar.

Was für ein Tag, bin einfach nur stolz auf meinen Super Renner!!!

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3 Kommentare zu “Sieg beim Deutschen Derby 2012 (jl)

  1. sonja morgenstern sagt:

    super gemacht! was für eine zeit!!! unfassbar – genießt euren erfolg, ich freue mich sehr.

  2. Das habt Ihr 2 super toll gemacht. Klasse Zeit!!! Wir freuen und für und mit Euch.;-)

  3. Zoly sagt:

    Ich freue mich sehr.Lg Zoly

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