Mont de Marsan: Sonntag, der Tag danach

Es war ein schöner entspannter Morgen! Mit dem Gedanken an die großartigen Läufe von Erdész und Lala (BK Penny Lane) gestern und dem tollen Gefühl bei einer WM eine solche Leistung abgerufen zu haben, sind wir in den Tag gestartet. Natürlich gibt es noch eine Menge Eindrücke und Gedanken zu verarbeiten.


Der Charakter nicht aller MA, die hier an den Start gegangen sind, ist so, wie ich es mir vorstelle. Ein ungarischer Rüde kam mir (am Mittwoch), als ich mich ohne meine Hunde auf das Zelt der Besitzer zubewegte, entgegen, stellte mich und knurrte mich an. Da habe ich nicht schlecht gestaunt. Ich war dann froh, dass die Besitzer rasch dazu kamen und ihn zurückzogen.
Ein anderer pflegte es nach Abwurf des Hasen in Halbfinale und Finale die mitlaufenden Mitbewerber durch den Innenraum zu treiben und laut eines anderen Zuschauer musste ein Bahnbeobachter ihn davon abhalten einer französische Hündin ans Fell zu gehen.

Besagter Hund musste auch zu zweit im Callroom und vor der Starbox gehandelt werden, weil er anscheinend ansonsten nicht zu bändigen ist – das wurde von dem Startkastenteam aber nicht weiter moniert. Ohne Frage hat dieser Hund ein enormes Rennpotenzial (er wurde Vizeweltmeister!) und dieses wird für mein Gefühl noch nicht einmal konsequent genutzt. Außerdem scheint er sehr rubust zu sein, denn selbst das Trockenfutter, das er zwischen Vorlauf und Halbfinale von seiner Besitzerin bekam, hat ihm nicht geschadet. Trotzdem würde ich diesen Hund nicht haben wollen 🙂

Über die Weltmeisterin möchte ich mich nicht weiter äußern. Jeder der einen Blick auf sie wirft kann erkennen, warum sie in einer anderen Liga läuft. Ich hoffe die Besitzter von Arany Villám haben mit den Titeln bei der EM 2011 und WM 2012 ihren Titelhunger gestillt, geben den (anderen) MA jetzt eine Chance und bleiben 2013 daheim 😉

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2 Kommentare zu “Mont de Marsan: Sonntag, der Tag danach

  1. Es ist nicht die Aufgabe der Startkasten-Crew solche Umstände zu melden. Dafür müssten beim Titelrennen am Startkasten zwei Bahnbeobachter stehen. Die haben allerdings, wenn es zu einer ernsthaften Behinderung der anderen Teilnehmer kommt, dem Schiedsgericht Meldung zu machen. Das Schiedsgericht kann in einem solchen Fall zum Beispiel verfügen, dass der betreffende Hund zuerst in die Box muss und dann erst die anderen Hunde zu Startkasten gebeten werden. Wenn es zu wild wird und Gefahr besteht, kann ein Hund auch vor dem Start aus dem Rennen genommen werden.

  2. Jörg Lemann sagt:

    Mit ein wenig Abstand zu den Ereignissen in Mont de Marsan muss ich sagen, dass der in meinem Artikel von mir gewählte Begriff Charakter nicht ganz stimmig ist. Besser hätte ich hier wohl von Verhalten gesprochen, weil es sich bei meinen Beobachtungen um Einzeleindrücke gehandelt hat.
    Obwohl dieser Artikel zunächst nur für mich teils überraschende Eindrücke und Begenheiten schildert, ist er an anderer Stelle heiss diskutiert und kritisiert worden, weil man mutmaßt, er wäre eine Reaktion auf den für mich/uns vermeintlich unzufriedenstellenden Ausgang des Rennens gewesen. Wer den Einleitungssatz registriert hat, sollte jedoch erkannt haben, dass dies nicht so ist.

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