Windhunde im Kurpark (rm)

Den gibt es nicht nur im Kurpark selten zu sehen. Ein Taigan in Aktion.

Während sich Andere den Wind der großen, weiten Windhund-Rennwelt um die Nase haben wehen lassen, bin ich am Sonntagfrüh (schmerzhaft früh) mit meinem Magyarracer nach Bad Homburg von der Höhe aufgebrochen. Dort hatte der CWF an diesem Wochenende eine Doppelveranstaltung. Das besondere an diesem Event ist ihr Austragungsort. Die Windhundfreunde aus Frankfurt haben zu diesem Anlass ihr Vereinsgelände in Offenbach (Ich sag mal nix dazu, dass Frankfurter ihren Verein in Offenbach haben 🙂 ) verlassen und sind in den schönen Kurpark von Bad Homburg gezogen. Das ist mal ein völlig anderes Umfeld für uns Windhundleute. Schließlich ist Bad Homburg nicht irgendein Kurort, er gehört zu den mondänsten in ganz Deutschland. Die Millionärsdichte ist Legende. Schön ist, dass der Kurverein als Mitveranstalter auftritt. Das ergibt natürlich ganz andere Möglichkeiten der Organisation. Da in Bad Homburg an diesem Wochenende auch noch Laternenfest ist, findet die CAC und das Rennen im Rahmen von vielen anderen Veranstaltungen statt. Das führt zum Beispiel dazu, dass im Kurpark eine schöne Holztribüne errichtet war, auf der sich gewiss 2000 Sitzplätze befanden. Kurstadt und Windhund, dass scheint zu passen und so fand die Veranstaltung zum 53.! mal statt. Viele Ständchen und kulinarische Möglichkeiten rundeten das Angebot ab. Für das Silberpokalrennen können die CWFler sogar Eintrittsgeld nehmen. Das Publikum war wirklich bemerkenswert, Menschen die man sonst nicht auf einer Windhund-Veranstaltung zu sehen bekommt. Und es wurde voll.

Hier ein Bild vom Rahmenprogramm, da werden wohl die Greys vorgestellt.

Die Bahn ist ein Oval von normalen Ausmaßen, wird aber jedesmal am Vortag von vielen fleißigen Händen aufgebaut und am Sonntagabend wieder abgebaut. Am Montag wird das Gelände, nebst Tribüne, für eine andere Veranstaltung des Laternenfestes genutzt. Die Rennen werden mit dem Schlepphasen gezogen. Die Bahn ist insofern anspruchsvoll, als dass die großen Parkbäume auf dem Gelände ein Licht- und Schattenspiel auf die Bahn projezieren. Auch für den Bahnbeobachter ist das eine Herausforderung. Das Geläuf ist natürlich eine Grasbahn mit einer leichten Sandzugabe. Über das Rennen gibt es nicht viel zu berichten, außer dass hier die Salukis und die Sloughis überwogen haben.

Aber das Rahmenprogramm war schon sehenswert. In der Mittagspause wurden den vollen Rängen die verschiedenen Windhundrassen in Natura vorgestellt. Die Besitzer kamen zu Wort und konnten dem Publikum die Vorzüge ihre Rasse nahebringen. Leider war mal wieder kein einziger Magyar Agar da. Schade! Danach gab es die spannende Vorführung einer Rettungsstaffel. Was die Retter und ihre Hunde leisten, ist schon bemerkenswert. Zum Schluss wurde noch Frisbee für Hunde vorgestellt und auch diese Vorführung hat zu großem Applaus unter den Besuchern geführt.  Laut wurde es aber auch als die Whippets auf der Bahn so richtig Gas gegeben haben und ein spannendes Rennen zum Besten gaben.

Den größten Applaus gab es allerdings für dieses junge Whippetmädchen. Sie hat von Start bis zu diesem Biss in den Hasen keinen Zweifel gelassen, warum sie nach Bad Homburg gekommen ist.

Für das gute Wetter können die Veranstalter natürlich nichts, aber den Rest haben sie sehr schön gemacht. Auf alle Fälle ein Grund mal nach Bad Homburg zu fahren. Vielleicht nächstest Jahr, wenn der CWF zum 54. Silberpokalrennen läd. Und vielleicht bekommen wir Maggie-Leute  auch mal einen Lauf dort zustande. Eine gute Werbung für unsere Rasse wäre es allemal.

Bleibt nachzutragen, dass bei der CAC am Vortag Magyar Agarak ausgestellt wurden. Gewonnen haben Mikéas Schwesterlein Maja V1 BoB, vor Mareza V2. Herzlichen Glückwunsch!

Zum Schluss natürlich meinen Dank an die oberbeste Windhundfotografin der Welt. Danke Karin. Weitere Bilder aus Bad Homburg: http://www.windhundknipser.kk-pix.de/index.php/fotos/rennen/171-silberpokalrennen-bad-homburg

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Ein Kommentar zu “Windhunde im Kurpark (rm)

  1. Hugo Oberegge sagt:

    Lieber RM, seit Jahrzehnten bin ich als Teilnehmer oder Helfer in Bad Homburg aktiv. Dein Kommentar zum Geschehen hat mich motiviert auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Danke für den tollen Bericht. Das Frankfurter und Offenbacher sich nicht (immer) verstehen gilt nicht für Hundeleute. Das Clubgelände liegt zwar in Offenbach, gehört aber der Stadt Frankfurt. Die jährlichen Jederhundrennen haben den CWF zu einem gern gesehenen Verein gemacht. Die Eintrittsgelder in Bad Homburg (3 Euro) werden u.a. für den Aufbau der Tribüne benötigt. Im Interesse unserer Zuschauer wollen wir darauf nicht verzichten. Auch nach über einem halben Jahrhundert Windhundrennen in Bad Homburg ist sicher noch Platz nach oben. Auch Magyar Agars gehören zu dieser einmaligen Traditionsveranstaltung. Also bis nächstes Jahr!!
    H.O.

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