Landessiegerausstellung – Grasbahnmeisterschaft Oberhausen 2013 Teil 2 (jl)

Ehrlich gesagt waren wir enttäuscht. Für die Grasbahnmeisterschaft waren „nur“ 3 Magyar Agár gemeldet. Wenn Rainer seine Lara nicht an den Start gebracht hätte, wäre überhaupt kein Rennen für unsere Rasse zustande gekommen. Naja, immerhin hatten wir so Gelegenheit schonmal für unsere Vereinsmeisterschaft zu proben 😉 … noch größer muss die Enttäuschung für Michaela mit ihrer Velvet gewesen sein, weil die bildschöne und schnelle Greyhound Hündin, mangels Mitbeweber, nur einen Schaulauf bestreiten durfte. Als kleines Trostpflaster gab es ein Galgo Rennen, bei dem ihr junger  Rüde Asim sein Rennpotential unter Beweis stellen durfte. Er lieferte sich im Finale ein mega enges Duell und wurde mit nur hauchdünnem Rückstand auf die Siegerin 2.r.

... jetzt geht's für Velvet gleich los

… jetzt geht’s für Velvet gleich los

Insgesamt war die Meldezahl mit 85 Hunden auch nicht wirklich berauschend. Immerhin gab es, auch Dank unserer zahlreichen holländischen Freunde, eine stattlich Anzahl an Whippets. Die Oranjes, die regelmäßig bei uns zu Gast sind, packen auch tatkräftig mit an und tragen so zum Gelingen der Veranstaltung bei. Einen großen Dank an dieser Stelle! Sehr gefreut haben wir uns auch darüber, dass unsere Bochumer Freunde, Tobi und Uli mit ihren Whippets wieder bei uns waren und Joe de Vie im Ausstellungsring und auf der Bahn eine tolle Leistung gezeigt hat. Er wurde Rennzweiter und S&L Gewinner. Glückwunsch!

Joe de Vie unter Blau in Aktion (Foto: Karin Kölsch)

Joe de Vie unter Blau in Aktion (Foto: Karin Kölsch)

... Joe im Duell mit dem späteren Sieger Satellite (Foto: Vicky Gröbl)

… Joe im Duell mit dem späteren Sieger Satellite (Foto: Vicky Gröbl)

Die Grasbahn und die Technik hat jedenfalls allen Teilnehmern beste Bedingungen geboten und das war, wegen des langen Winters, diesmal keine Selbstverständlichkeit. Ich hatte die Gelegenheit die Zielbildanlage unter Rennbedingungen in Augenschein zu nehmen, weil ich abwechselnd mit Rainer die Funktion des Zeitnehmers hatte. Meine Eindrücke aus den Trainings haben sich voll und ganz bestätigt. Die Anlage ist hervorragend und der WRV Kurpfalz bietet mit ihr allen Rennteilnehmern eine Zeitmessung der Extraklasse an, die eine 1/1000 Sekunde Genauigkeit ermöglicht. Jeder Zweifel an einem Rennausgang, der trotz geübtem Auge und bester Position (auf Höhe der Ziellinie) nicht immer erkennbar ist, kann durch das Zielbild geklärt werden. Da dieses Zielbild gespeichert wird, ist eine auch nachträgliche Kontrolle der Einlaufentscheidung möglich. Besser gehts wohl kaum 🙂

Der Startkasten für die 350m Distanz (Foto: Picturegrafie)

Der Startkasten für die 350m Distanz (Foto: Picturegrafie)

Aber nun zu „unserem“ Rennen …
Für den Vorlauf war Lara unter roter Renndecke gesetzt, Erdész lief unter blau und mithin Dobos unter weiss. Dadurch, dass Rainer zum Zeitpunkt unseres Laufes Zeitnehmer war, er aber „gleichzeitig“ seine Lara einsetzen wollte, war der Startablauf nicht gerade optimal. Natürlich musste er den Lauf vorher erst auswerten, bevor er sich Richtung 480er Startkasten bewegen konnte. Das hatten wir, Kerstin hat dankenswerterweise nach Sachsenheim wiederum das Einsetzen von Dobos übernommen, nicht bedacht und waren zu früh am Startkasten.

Lara im Vorlauf in bester Rennhaltung (Foto: Vicky Gröbl)

Lara im Vorlauf mit vorbildlicher Streckung (Foto: Vicky Gröbl)

So hatte Erdész besonders viel Zeit sich und seine Umgebung auf das Rennen einzustimmen. Egal, irgendwann war es so weit, die Hunde waren im Kasten und es ging los. In diesem Vorlauf erwischten erwartungsgemäß Lara und Dobos den besten Start und lagen auch am Ende der Startgeraden in Front. Erdész dicht auf, konnte  nicht vorbei, weil es innen keine Lücke gab. Wirklich „Bremsen“ musste er aber auch nicht, weil Lara und Dobos sehr flott unterwegs waren. In der Kurve 1 überholte Erdész dann Lara, aber Dobos schaffte es vorn zu bleiben und diese Reihenfolge blieb durch den Rest der Kurve und auch noch den wesentlichen Teil der Gegengerade bestehen. Erst am Ende der Gegengerade setzte Erdész zum Überholen an und konnte an Dobos vorbeiziehen. Er gewann den Vorlauf in sehr schönen 30,79 und auch Dobos konnte mit einer 30,94 zum ersten mal überhaupt in Oberhausen die 31er Marke knacken. Bravo!

Am Ende der Startgeraden im Vorlauf (Fopto: Vicky Gröbl)

Am Ende der Startgeraden im Finale (Foto: Vicky Gröbl)

Für das Finale hatten wir dann abgesprochen, dass die Magyar Agár zu ihrem Lauf gesondert aufgerufen werden, wenn Rainer mit der Auswertung des zuvor stattfindenden Galgo Finales fertig ist. Das passierte dann auch, aber leider gab es vor dem Startkasten trotzdem eine längere Wartezeit. Ein unerfahrener Helfer sollte Rainer Lara’s Maulkorb anreichen … das hat er dann zwar auch gemacht, allerdings dabei etwas übereifrig das Verschlussband des  Maulkorbes geöffnet und Rainer, völlig perplex, hatte riesige Mühe dieses wieder passend einzustellen und Lara den Maulkorb auf die Nase zu befördern 😉
Die Konsequenz war, dass Erdész wieder ausgiebig seine Saltos vollführen konnte und mit seinem Gebrüll unsere Ohren in Mitleidenschaft zog. Das Rennen war auf der Startgeraden noch enger, als im Vorlauf. So waren an deren Ende alle 3 Hunde auf gleicher Höhe und versuchten in die Kurve einzubiegen. Dabei kam es zu einer durchaus heftigeren Berührung zwischen Erdész und Dobos und Dobos wurde leicht nach außen getragen. Erdész nutzte die Gelegenheit sich an die Spitze zu setzen und gab diese auch nicht mehr ab.

Im Finallauf hat Erdész im Übergang Halbkurve 1 zu 2 bereits die Nase vorn (Foto: Karin Kölsch)

Im Finallauf hatte Erdész im Übergang Halbkurve 1 zu 2 bereits die Nase vorn (Foto: Karin Kölsch)

Dobos, eventuell durch diese Karambolage ein wenig beeindruckt, lief den Lauf vernünftig zu Ende. Er blieb vor Lara und wurde 2.r . Erdész wurde auch im Finallauf wieder mit einer Zeit unter 31 Sekunden gemessen. Die 30,96 waren auf Grund des Zusammenstosses mit Dobos immer noch eine erstaunlich gute Zeit. So hatten wir an diesem Wochenende 2 Sieger in unserem Team. Dobos als Ausstellungssieger am Vortag gewann auch den S&L Bewerb und Erdész wurde zum ersten mal Grasbahnmeister. Klasse Jungs!!!

Ein nicht alltägliches Erlebnis waren die Läufe der Deerhounds. Die bekommt man eher selten auf der Rennbahn zu sehen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass diesmal ein Deerhound Rennen zustande gekommen ist.

Die grauen Riesen auf der Bahn (Foto: Picturegrafie)

Die grauen Riesen auf der Bahn (Foto: Picturegrafie)

Alle Teilnehmer waren sich am Abend einig, wir hatten einer weiteren sehr sehr schönen Veranstaltung beigewohnt. Vielleicht schaffen wir es ja im Herbst zum Hubertusrennen wieder mehr Magyar Agarak nach Oberhausen zu locken. Ich bin optimistisch, dass das klappen wird und denke wir werden auch dann wieder sehr spannende Läufe sehen.

Der MA Nachwuchs wurde auch schon an der Bahn gesichtet. Im nächsten Jahr im Herbst könnte er dabei sein :-) (Foto: Vicky Gröbl)

MA Nachwuchs wurde auch  an der Bahn gesichtet. Im nächsten Jahr im Herbst könnte er dabei sein 🙂 (Foto: Vicky Gröbl)

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