Ach ja, die Deutsche Kurzstrecken Meisterschaft in Hünstetten (jl)

2 Wochen ist sie nun schon wieder her und keine Zeile zum Verlauf der ersten Nationalen Windhund Titelveranstaltung auf der Rennbahn an dieser Stelle. Schlamperei!

Verschiedenste Gründe haben mich daran gehindert, gleich nach dem Event die Chronologie der Ereignisse bei den Magyar Agár niederzulegen. Aber jetzt ist es soweit, eine kurze Nachbetrachtung soll es mindestens werden.

Nach Bekanntwerden der Meldeliste gab es kurz Verwirrung, ob, trotz 6 gemeldeter Magyar Agár, der Titel des Deutschen Kurzstrecken Meisters überhaupt vergeben werden kann. Unter den gemeldeten Hunden befand sich mit Lara eine Register Hündin. Die Statuten des VDH, nach dem dieses Rennen stattfindet, sagten bislang, dass Registerhunde nur beim Internationalen Derby in Hamburg teilnahmeberechtigt sind, jedoch nicht bei der DKM und beim Bundessieger Rennen. Lara war jedoch vom Rennleiter angenommen worden und es steht zu vermuten, dass dieser bereits über eine beschlossene und in Kraft getretene Regeländerung informiert war. Diese gleicht die Handhabung der Registerhunde in der VDH Sportordnung an die des FCI an. Mit anderen Worten, Lara durfte angenommen werden.

Schon 2 Tage vor dem Rennen gab es dann aber die nächste negative Nachricht. Barbara hatte Pisze, wegen Verletzung, wieder abgemeldet. Da dieses Abmelden jedoch nach Meldeschluss stattfand, waren zum Zeitpunkt des Meldeschlusses 6 MA gemeldet und damit die Voraussetzung für die Titelvergabe erfüllt. Das CACL war damit aber gestorben.

So hatte Erdész nun tatsächlich die Chance seinen letztjährigen Titel aus Gelsenkirchen zu verteidigen. Es gab vor dem Rennen die ein oder andere Stimme aus der Magyar Agár Szene, die von seiner Titelverteidigung absolut überzeugt war. Ich war mir da nicht ganz so sicher, weil die 280m Strecke doch sehr kurz ist und, wie Tobi im letzten Jahr in seinem Blog zur DKM in Gelsenkirchen schrieb, keine Fehler verzeiht. Bei der relativen Startschwäche von Erdész ist es, bei vergleichbar starken Mitbewerbern, immer drin, dass diese die Nase erstmal vorn haben und dann durch die Kurve und auf der Zielgeraden kein Vorbeikommen mehr ist .

Wir waren am Freitag in Hünstetten angereist, nachdem ich tags zuvor beim Jederhundrennen in Oberhausen gut 100 Hunde gestartet hatte. Das war ein durchaus anstrengender Job und ich war froh, dass der Freitag auch von mir, vor dem Rennen am Samstag, noch zur Erholung genutzt werden konnte. Zu meiner positiven Überraschung haben wir dann in Hünstetten einen Stellplatz für unser Wohnmobil zugewiesen bekommen, der „trockenen Fusses“ zu erreichen war. Das ging doch schonmal gut los 😉

Auch die Tierarzt Kontrolle, die immer Stress verursacht, weil das Anstehen in der Schlange Erdész nach den verhassten Sloughis Ausschau halten lässt, war diesmal erträglich. Erdész und Dobos wurden besonders gründlich unter die Lupe genommen und für absolut renntauglich befunden 🙂
Aus dem Rennprogramm konnten wir dann entnehmen, dass wir am Samstag nicht allzu früh an der Reihe sein würden. Das war gut so, denn für das Einsetzen von Dobos habe ich auf die Hilfe von Robert gebaut und der musste so am Samstag nicht beliebig früh Aufstehen und Anreisen.

Nach dem Zurückziehen von Pisze, gab es nur noch ein 5er Feld und damit nur einen MA VL und für alle sauber laufenden Hunde das Finale. Penny Lane, die in Sachsenheim und Oberhausen nicht am Start war , weil in der Nachhitze, sollte jetzt wieder ein vernünftiges Leistungsniveau erreicht haben. Aniko hingegen, noch voll in der Nachhitze, war nicht gemeldet worden, um ganz vorn mit dabei zu sein, sondern um die DKM für die MA zu unterstützen. Gut, dass es den ein oder anderen gibt, der zu so etwas bereit ist. Leider ist die Zahl der MA auf der Rennbahn nicht so gross, dass wir jederzeit volle Felder zustande bringen würden. Im Gegenteil!

Kurz vor Mittag war es dann soweit, der Vorlauf der Magxar Agár stand an. Das Wetter hatte bis dahin gut gehalten und die Vorläufe waren zügig und reibungslos abgewickelt worden Bei einem Teilnehmerfeld von 180 Hunden war das auch wichtig. Robert war pünktlich erschienen und die Vorbereitung meiner Renner ohne Zwischenfälle verlaufen. Auf dem Weg Richtung Sattelplatz drehte Erdész dann, wie üblich, auf, aber davon lasse ich   mich mittlerweile nicht mehr sonderlich irritieren. Die Startkastenauslosung ergab für Erdész und Dobos die äußeren Boxen. Sie waren damit erstmal nicht gerade im Vorteil. Mit einem exzellenten Start und trotz der schlechtesten Startbox, konnte Dobos sich bis zum Ende der Startgeraden doch recht klar an die Spitze setzen.

VL MA: Dobos/blau, vor Penny Lane/rot und Erdész/weiss - Foto speedimage

VL MA: Dobos/blau, vor Penny Lane/rot und Erdész/weiss – Foto speedimage

Erdész hatte zu diesem Zeitpunkt eng auf Penny Lane aufgeschlossen und versuchte ab Kurveneingang innen an ihr vorbeizukommen. Dieses Manöver gelang aber nicht sofort und auch nicht ohne Berührung. Penny Lane verlor ein wenig den Laufrythmus, Erdész auch, aber er ist dann doch auf die Innenseite gekommen und auf Platz 2 vorgestossen. Dobos, der frei laufen konnte, hatte sich dadurch von seinen Verfolgern ein Stück absetzen können und lief den Vorlauf ungefährdet in einer 18.09 und mit einem klaren Vorsprung auf Erdész und Penny Lane, die ihre Plätze hielten, nach Hause. Lara und Aniko belegten in dieser Reihenfolge die Plätze 4 und 5.

Über die Mittagszeit gab es dann die ersten Regenschauer, die Gott sei Dank nicht zu lang andauerten und auch nicht zu intensiv waren. DIe Bahn verkraftete den Regen gut und es kam quasi zu keinerlei Unterbrechungen, wegen des unbeständigen Wetters. Fast schon ein Wunder.

Das  MA Finale war gleich als vierter Lauf angesetzt worden. Dobos hatte die Ehre es in Rot zu bestreiten und bei der Performance, die er im  Vorlauf gezeigt hatte, musste er als Favorit angesehen werden. Diesmal zogen meine Buben die besten Startboxen und konnten dies auch ausnutzen. Mit klasse Start und beständiger Early Pace war Dobos wieder in Lage sich an die Spitze zu setzen.

MA Finale: Dobos unter Rot ganz vorn - Foto speedimage

MA Finale: Dobos unter Rot ganz vorn – Foto speedimage

Erdész, jetzt in einer besseren Ausgangsposition und mit etwas weniger Rückstand, holte durch die Kurve und in die Zielgerade hinein immer mehr auf, aber ihm ging die Strecke aus. Er kam nicht mehr an Dobos heran, geschweige denn vorbei. Dobos behielt mit einer einer tollen 18,03 um 3/100 Sekunden die Nase vorn. Auf Platz 3 folgte verdient und auch mit einer sehr guten Zeit von 18,2 Penny Lane, vor, wiederum, Lara und Aniko.

Die Meldeliste für die DKM war bei den MA nicht üppig, aber die gezeigten Finalleistungen meiner beiden Buben lassen vermuten, dass auch andere potenzielle Gegener es kaum geschafft hätten, an diesem Tag auf der Kurzen Strecke die Nasespitze vorn zu haben. Bravo Jungs, ihr habt euer Leistungsvermögen schon zum 3.n mal in dieser Saison unter Beweis gestellt. Ich bin sehr stolz auf euch!

DKM MA Siegerehrung

DKM MA Siegerehrung – lauter strahlende Hunde 🙂

Und so haben wir jetzt 2 Kurzstrecken Meister im MAGYARRACER Team – Erdész, der Meister von 2012 und Dobos, der aktuelle Champion 🙂

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